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Energieeffiziente Sanierung und Renovierung: Der Schlüssel zum Erhalt finanzieller Unterstützung und einer erfolgreichen Umstellung
Im Rahmen der Klimaneutralitätsziele der Regierung werden die luxemburgischen Gemeinden bald neuen gesetzlichen Anforderungen hinsichtlich der Renovierung und energetischen Sanierung ihres Gebäudebestands unterliegen. LSC360, ein Pionier im Bereich der multidisziplinären Beratung in Luxemburg, bietet ihnen umfassende Unterstützung, um ihnen zu helfen, im Einklang mit den Zielen des Klimapakts widerstandsfähiger zu werden. Interview mit Max Spanier, Koordinator für Energieeffizienz, und Ralf Koehler, Senior-Projektleiter und Koordinator für Dekarbonisierungsstrategien.
Was sind die neuen gesetzlichen Anforderungen der Regierung hinsichtlich der Renovierung und energetischen Sanierung von kommunalen Gebäuden?
MS: Im vergangenen Jahr wurden im Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplan (PNEC) die Anforderungen an den Energieverbrauch und die CO₂-Emissionen von öffentlichen Gebäuden aktualisiert. Für die lokalen Behörden bedeutet dies eine jährliche Senkung des Endenergieverbrauchs des gesamten kommunalen Gebäudebestands um 1,9 %, aber auch die Verpflichtung, jedes Jahr mindestens 3 % der gesamten Nutzfläche ihrer Gebäude zu renovieren. Renovierte Gebäude müssen dem neuen nZEB-Renovierungsstandard (Nearly Zero Energy Building) entsprechen , der eine hohe Energieeffizienz und einen minimalen Verbrauch garantiert, der hauptsächlich durch erneuerbare Energiequellen gedeckt wird. Darüber hinaus müssen die Maßnahmen des Klimapakts umgesetzt werden, der: Energieaudits, kommunale Energieplanung, Gebäudemonitoring und die systematische Verbesserung der thermischen Leistung umfasst. Durch diese Rahmenbedingungen werden die Kommunen sowohl rechtlich als auch strategisch dazu angeleitet, die Renovierung zu beschleunigen, die Energieeffizienz zu verbessern und ihre öffentliche Infrastruktur systematisch zu dekarbonisieren.
Welche Zuschüsse werden diesen Kommunen gewährt?
RK: Kommunen können auf eine breite Palette nationaler Förderprogramme zurückgreifen, die hauptsächlich über das Ministerium für Umwelt, Klima und Biodiversität und den Klima- und Energiefonds der Klima-Agentur bereitgestellt werden. Diese Fördermittel decken kommunale Energie- und Klimapläne, energetische Sanierungen, Energieaudits, Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel, Lebenszyklusanalysen (LCA) und die Überwachung der Raumluftqualität in Schulen ab. Konkret können Kommunen Förderungen von bis zu 50% erhalten, insbesondere für kommunale Energiepläne und Anpassungsstrategien. Photovoltaikanlagen, die bisher nur bis 30 kW gefördert wurden, können nun auch für größere Leistungen Zuschüsse erhalten. Lebenszyklusanalysen von Gebäuden sind ebenfalls Teil des Förderprogramms für Kommunen und werden bis zu 100 % bezuschusst. Je nach Maßnahme reichen die Förderungen von Planungsleistungen bis hin zur Unterstützung von Bauarbeiten. Die Förderquoten liegen in der Regel zwischen 50 % und 100 %, wobei die Obergrenzen je nach Maßnahme und Programm in der Regel zwischen 2.500 € und 30.000 € liegen. Allerdings sind sich die Kommungen dieser Möglichkeit nicht immer bewusst und nutzen sie daher nicht vollständig.
Warum wissen so wenige Kommunen von dieser finanziellen Unterstützung?
RK: Informationen sind auf mehrere unterschiedliche Quellen verteilt, insbesondere im Zusammenhang mit dem bereits erläutertem Klimapakt. Viele andere Förderprogramme stammen aus unterschiedlichen Quellen, wodurch lokalen Behörden oft der Überblick über die verfügbaren Fördermittel fehlt:. Trotz einiger Verbesserungen sind die Verwaltungsvorschriften nach wie vor komplex, die Richtlinien werden häufig aktualisiert und die Informationen sind verstreut. Diese Fördermittel sind sehr attraktiv, aber leider unübersichtlich und nicht auffallend genug. Bei LSC360 können wir sie beraten, um ihnen mehr Klarheit zu schaffen und die spezifischen Bedürfnisse jeder Kommune zu analysieren, um den entsprechenden Finanzierungsplan zu finden.
MS: Mit anderen Worten, bestimmte Verwaltungsverfahren müssen befolgt werden, um diese SFördermittel zu erhalten. Aus diesem Grund brauchen lokale Behörden einen Partner, der sie an die zu befolgenden Schritte erinnert und sie beispielsweise davon abhält, Verträge zu unterzeichnen, ohne vollständig informiert zu sein.
Wie hilft LSC360 ihnen, diese Fördermittel zu erhalten?
MS: Im Rahmen der neuen Förderprogramme bieten wir Kommunen umfassende Beratungsleisten über Rahmenvertäge an. Ein zentraler Ansprechpartner vereinfacht Projektabwicklungen erheblich, und genau das bietet unser Service „Energieeffizienz”: Dieser Service schafft die technische Grundlage für den Zugang zu Fördermitteln, durch Energieanalysen, Gebäudediagnostik und Sanierungsplanung.
RK: Darüber hinaus kombiniert unser Service „Dekarbonisierungsstrategie” die Entwicklung einer Klimastrategie, technische Diagnosen und gezielte Fördermittelberatung mit einem einzigen Rahmen für das Management von Klimafragen. Wir erstellen vollständige Dossiers, strukturieren investitionsreife Projekte und stellen die Einhaltung der administrativen und technischen Anforderungen im Einklang mit den Förderrahmenbedingungen sicher. Wir garantieren strukturierte Unterstützung bei der Sicherung nationaler und europäischer Fördermittel. Diese beiden miteinander verbundenen Dienstleistungen ermöglichen es den Kommunen, relevante Programme zu identifizieren, Förderkriterien zu interpretieren, Fördermittel in Klima-Energie- und Sanierungsfahrpläne zu integrieren, Anträge vorzubereiten und zu koordinieren sowie die Einhaltung administrativer und regulatorischer Vorschriften sicherzustellen.
Wie unterstützt LSC360 die luxemburgischen Kommunen bei der Klimawende?
RK: LSC360 verfügt über fast 50 Jahre Erfahrung im Ingenieurwesen in den Bereichen Umwelt und nachhaltige Entwicklung. Unsere Rolle bei der Bewältigung des Klimawandels in Luxemburg ist entscheidend. Wir helfen den Kommunen bei ihrer erfolgreichen Umstellung, indem wir strategische Planung und Projektumsetzung anbieten, immer in enger Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren und im Einklang mit den Zielen des Integrierten Nationalen Energie- und Klimaplans (PNEC).
MS: Darüber hinaus müssen die lokalen Behörden nun sicherstellen, dass ihr Gebäudebestand den nationalen klimapolitischen Rahmenbedingungen entspricht, insbesondere dem Klimapakt und dem PNEC. Die verabschiedeten Strategien sind speziell darauf ausgerichtet, die gesetzliche Vorgabe zu erfüllen, jährlich mindestens 3 % der Energiebezugsfläche kommunaler Gebäude zu sanieren. Die gesetzlichen Vorgaben werden in schrittweise und finanziell planbare Roadmaps übersetzt. So können Gebäude prioritisiert, Maßnahmen koordinieren und die gesetzten Ziele realistisch erreicht werden. Darüber hinaus fördert der Dienst „Dekarbonisierungsstrategie” öffentlich-private Partnerschaften, indem er Kommunen und Unternehmen für Projekte im Bereich Energie, Renovierung oder Kreislaufwirtschaft in direkter Zusammenarbeit mit dem Dienst „Energieeffizienz” zusammenbringt. LSC360 unterstützt neun Kommunen im Rahmen des Klimapakts, einige davon seit mehr als fünf Jahren, und wir haben Fortschritte in den Bereichen Governance, Datenqualität und Umsetzungskapazitäten festgestellt. Einige von ihnen streben nun das „Gold-Audit” an, die höchste Auszeichnung im Klimapakt.
Wie können diese Gemeinden zur Energiewende in Luxemburg beitragen?
MS: Gemeinden spielen eine zentrale Rolle bei der Senkung des Energieverbrauchs, da sie viele Gebäude besitzen und der Gebäudebestand bis heute einen großen Teil des Energieverbrauchs ausmacht. Die Renovierung dieser Gebäude bietet großes Potenzial zur Energieeinsparung. Mit dem Klimapakt haben wir eine Strategie, um diesen Gemeinden zu helfen und sie langfristig auf den Wandel vorzubereiten. Kommunen haben vorteilhafte finanzielle Möglichkeiten, insbesondere dank der Beihilfen, die sie erhalten können, was unserer Meinung nach eine gute Kombination ist. Es gibt immer mehr neue staatliche Auflagen und Aktualisierungen, was finanziell schwierig sein kann, da die Budgets begrenzt sein können. Daher sind Kommunen auf fachliche Unterstützung angewiesen, die ihnen bei der Durchführung der notwendigen Studien zur Entwicklung nachhaltiger Konzepte helfen können.
RK: Viele Kommunen sind stark motiviert, nachhaltige Ressourcen zu nutzen, ihr technisches Know-how zu mobilisieren und verfügbare Daten zu nutzen. Unsere Arbeit orientiert sich daher an den Anforderungen des Klimapakts und die neue nationale Resilienzstrategie LETZ-Prepare. Immer mehr Kommunen bekunden Interesse an einer Zusammenarbeit mit uns, um ihren Energieverbrauch zu senken, lokal aus erneuerbaren Ressourcen zu produzieren und unabhängiger zu werden. Unser Ziel ist es vor allem, Kommunen zu ermutigen, mit neuen nachhaltigen Lösungen wie beispielsweise Stromspeichern zu arbeiten, um die Energieversorgung langfristig zu sichern.
Artikel veröffentlicht in LG271
Foto: Yves Cortum