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Januar 9, 2026

Der Gemeindewald Contern: zukunftsorientierte Waldbewirtschaftung

Wie LSC360 die Natur- und Forstverwaltung (ANF) bei der nachhaltigen und multifunktionalen Bewirtschaftung von Wäldern unterstützt

Wälder sind ein fester Bestandteil unserer Landschaft und bieten uns viele Dienstleistungen. Ihre Bewirtschaftung ist für die Erhaltung ihrer Ressourcen von entscheidender Bedeutung. In Luxemburg basiert die Bewirtschaftung öffentlicher Wälder auf Instrumenten wie Bestandsaufnahmen und Bewirtschaftungsplänen. Die Waldinventur zielt darauf ab, die Bestände auf einem Waldgrundstück so genau wie möglich zu beschreiben. Auf dieser Grundlage liefert der Zehnjahresbewirtschaftungsplan eine tiefergehende Analyse des Waldes und seiner Eigenschaften und legt in Absprache mit den Waldbewirtschaftern und der ANF die Hauptziele in Bezug auf Produktion, Ökologie und Erholung fest.

Im Herzen der Region Gutland beherbergt die Gemeinde Contern einen wertvollen stadtnahen Wald, der als Rückzugsgebiet für die Artenvielfalt, als Erholungsort für die Bewohner und als Holzquelle für die Gemeinde dient. Um eine nachhaltige Bewirtschaftung dieses Grundstücks zu gewährleisten, hat die Natur- und Forstverwaltung in Zusammenarbeit mit LSC360 über deren Abteilung für Forststudien eine Bestandsaufnahme und einen Zehnjahres-Bewirtschaftungsplan für den Gemeindewald erstellt.

Eine detaillierte und umfassende Feldanalyse

Das Gebiet umfasst 285 Hektar und besteht hauptsächlich aus zwei Wäldern: dem Wald (148 ha) und dem Jongholz (47 ha) sowie verstreuten Wäldchen rund um Contern und Moutfort.

Unser Team verbrachte mehrere Wochen vor Ort, um genaue Daten über den Zustand der Waldbestände zu sammeln: vorherrschende Arten, Entwicklungsstadium, Alter, durchschnittliche Höhe, Vorhandensein von Totholz, Schäden durch Wild usw.

Jede Forsteinheit oder Parzelle wurde charakterisiert und in 147 Parzellen gruppiert, die sich über 12 Grundstücke erstrecken und den natürlichen Konturen oder Waldwegen folgen.

Eine klare Beobachtung: Verjüngung, um dem Klimawandel standzuhalten

Die Analyse ergab eine weit verbreitete Überalterung der Bestände: Mehr als 50 % des Waldes sind über 140 Jahre alt. Die Buche ist die dominierende Baumart, aber aufeinanderfolgende Dürreperioden haben ihre Grenzen angesichts des Klimawandels aufgezeigt. Die widerstandsfähigere Eiche ist unterrepräsentiert, insbesondere in der Verjüngung.

Das Hauptziel für die kommenden Jahre ist daher die Förderung einer schrittweisen Verjüngung durch Diversifizierung der Baumarten, insbesondere durch die Installation von Schutzzäunen gegen Wild, um einen widerstandsfähigeren und produktiveren Wald zu gewährleisten.

Ein Gleichgewicht zwischen Produktion, Biodiversität und öffentlichem Zugang

  1. Nachhaltige Holzproduktion

Die zu erntenden Holzmengen werden so festgelegt, dass eine nachhaltige Waldbewirtschaftung gewährleistet ist, die CO₂-Speicherung gefördert wird, die Baumqualität und die natürliche Verjüngung erhalten bleiben und die verschiedenen geltenden Gesetze eingehalten werden.

Darüber hinaus versorgt der Wald ein kommunales Heizkraftwerk und liefert Brennholz für die Anwohner.

  1. Erhaltung natürlicher Lebensräume

45 % der Fläche sind als Buchenwald, 40 % als Eichenwald mit Auenlebensräumen und Feuchtgebieten klassifiziert. Obwohl der Wald nicht in einem Natura-2000-Gebiet liegt, beherbergt er mehrere auf europäischer Ebene geschützte Lebensräume, deren Erhaltungsqualität als gut eingestuft wird. Der Bewirtschaftungsplan sieht ihren aktiven und kontinuierlichen Schutz vor.

  1. Öffentlicher Zugang und Erholungsfunktion

Der Wald liegt in der Nähe von Städten und wird von den Anwohnern häufig besucht. Wanderwege, ein Fitnessparcours und Spazierwege müssen regelmäßig gepflegt werden, um Sicherheit und Zugänglichkeit zu gewährleisten. Die Erschließung für Erholungszwecke ist in die Bewirtschaftungsziele integriert.

Ein Bewirtschaftungsplan, der an die Herausforderungen von morgen angepasst ist

Auf der Grundlage der gesammelten Daten und in Absprache mit der ANF und den örtlichen Forstbehörden sieht der Zehnjahresplan Folgendes vor:

  • Einhaltung der geltenden Rechtsvorschriften und verschiedener Zertifizierungen (FSC und PEFC);
  • Differenzierte Ziele für verschiedene Zonen (Produktion, Biodiversität, Erholung);
  • Die Ausweisung von 5 % des Waldes für eine freie Entwicklung ohne Nutzung;
  •  Die Definition von Alterungsinseln, um bestimmte Bestände bis zu ihrem natürlichen Alterungsstadium zu begleiten.

Lokales Fachwissen für eine umfassende Bewirtschaftung

Dieses Projekt veranschaulicht perfekt den Mehrwert des Dienstes „Forest Studies” von LSC360, der die Natur- und Forstverwaltung bei der integrierten, nachhaltigen und personalisierten Bewirtschaftung öffentlicher Wälder unterstützt.

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