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Seit 1968 hat die HMC-Liga ihren Sitz in Capellen, in dem sogenannten „Villa Bourg“-Gebäude, das aus dem 19. Jahrhundert stammt. Während die Villa die Verwaltung beherbergt, waren die übrigen Aktivitäten in verschiedenen Gebäuden untergebracht, die sich in dem rund 3 Hektar großen Park befinden.
Da diese Nebengebäude aus den 1970er Jahren im Laufe der Zeit baufällig geworden waren und den heutigen Anforderungen immer weniger entsprachen, wurde beschlossen, sie durch zeitgemäße, energieeffiziente und vor allem den spezifischen Bedürfnissen der Nutzer entsprechende Gebäude zu ersetzen. So wurden am selben Standort drei neue Gebäude errichtet, die nun eine bessere Betreuung für
- 200 Menschen mit geistiger Behinderung,
- 60 Betreuer,
- sowie zahlreiche Klienten und Besucher.
Die neuen Gebäude umfassen:
• Eine Arbeits- und Ausbildungsstätte mit:
- geschützten Werkstätten: Tischlerei, Schlosserei, Korbflechterei, Buchbinderei, Weberei, Töpferei, Küche, Kantine, Restaurant, Wäscherei;
- einem Laden für Produkte der Ligue HMC;
- einen Service für Unternehmen mit Mehrzweckräumen für Lohnarbeiten und einem Containerpark im Außenbereich;
- einem vorbereitenden und beruflichen Bildungszentrum (CPP).
• Ein Tagesaktivitätszentrum (SAJ)
- mit funktionalen Räumen,
- einem Empfangs- und Aufenthaltsraum
- sowie einer Lehrküche.
• Ein Zentrum für sozialpädagogische und therapeutische Aktivitäten (ASPT)
- mit einem „Snoezelen“-Raum / Musikraum,
- einem Raum für Ergotherapie und Physiotherapie,
- einen Turnraum,
- sowie eine Krankenstation.
Der Park und die Wege wurden neu gestaltet, und am Eingang des Geländes steht den Mitarbeitern ein ökologischer Parkplatz mit 41 Stellplätzen zur Verfügung. Ein Besucherparkplatz mit 12 Stellplätzen befindet sich in der Nähe des Restaurants und des Ladens.
Die Planungsziele bestanden zum einen darin, die Neubauten in den bestehenden Park zu integrieren und gleichzeitig die weitere Nutzung eines Teils der Werkstätten, einschließlich des Gastronomiebereichs, bis zur Fertigstellung der neuen Gebäude sicherzustellen. Daher wurden zwei aufeinanderfolgende Bauphasen durchgeführt.
Die Gebäude sind mit einer Hauptkonstruktion aus Stahlbeton errichtet. Die inneren Trennwände bestehen aus Zementziegeln. Die undurchsichtigen Teile der Fassaden sind mit einer Verkleidung aus unbehandeltem Holz verkleidet. Die meisten verglasten Teile sind dreifach verglaste Vorhangfassaden. Die Flachdächer sind mit extensiver Begrünung bedeckt.
Besonderes Augenmerk wurde auf die Verwendung ökologischer Materialien gelegt, um eine gute Raumluftqualität zu gewährleisten.
Projektträger : Ministerium für Mobilität und öffentliche Arbeiten, Verwaltung für öffentliche Gebäude
Etude 2012–2020
Errichtung 2016–2022