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Urban Mining: Was wäre, wenn die Vergangenheit die beste Grundlage für die Gestaltung der Zukunft wäre?
Von Stahl zu Nachhaltigkeit: die zirkuläre Transformation von Metzeschmelz.
63 Hektar zwischen Esch-sur-Alzette und Schifflange
Das zwischen Esch-sur-Alzette und Schifflange gelegene Projekt Metzeschmelz verwandelt eine ehemalige Industriebrache von Arcelor Mittal mit einer Fläche von fast 63 Hektar in ein symbolträchtiges Stadtviertel, das Nachhaltigkeit und Innovation vereint. Dieses Bauprojekt wird rund 10.000 Einwohner und 7.000 Arbeitnehmer beherbergen und basiert auf Säulen wie funktionaler und sozialer Vielfalt, nachhaltiger Mobilität, der Aufwertung von Naturräumen und der Wiederverwendung bestehender Strukturen.
COBE, Urban Agency und LSC360: Zusammenarbeit zur Neugestaltung der nachhaltigen Stadt
COBE hat in Zusammenarbeit mit den dänischen Architekten und Stadtplanern Urban Agency und LSC360 den Wettbewerb zur Umgestaltung dieser ehemaligen Brachfläche in ein zukunftsweisendes Stadtviertel das Maßstäbe in den Bereichen Kreislaufwirtschaft, Nachhaltigkeit und Mobilität setzt, gewonnen. Diese Partnerschaft hat es ermöglicht ökologische und praxisnahe Konzepte erfolgreich umzusetzen und den urbanen Raum neu zu gestalten, um den aktuellen Herausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit und Wiederverwendung von Industriegeländen gerecht zu werden.Die zukünftige Metzeschmelz basiert auf dem Konzept der „Stadtfabrik“, einer Stadt im ständigen Wandel, die Elemente ihrer industriellen Vergangenheit aufgreift und für die Gestaltung ihrer Zukunft nutzt. Dieser Ansatz besteht darin, bestimmte bestehende Strukturen, wie etwa die ehemaligen Walzwerke, zu erhalten und neu zu interpretieren, um ein dynamisches Viertel zu schaffen, das Tradition und Moderne verbindet. Durch die Integration nachhaltiger und innovativer Lösungen verfolgt das Projekt das Ziel, diese bislang ungenutzte Fläche in einen lebendigen urbanen Raum zu verwandeln, der eng mit seiner natürlichen Umgebung verbunden und auf zukünftige Bedürfnisse ausgerichtet ist.
Agora koordiniert als Projektträger sämtliche Phasen des Vorhabens, während das Projektmanagement der Rückbaustudien einem Unternehmenskonsortium übertragen wurde.
Dieses Konsortium, bestehend aus LSC360, Géoconseils, BIM-Y und SECO Luxembourg, vereint ein breites Spektrum an Fachkompetenzen, um einen fundierten und ganzheitlichen Ansatz zur Bewältigung der technischen und ökologischen Herausforderungen des Projekts zu gewährleisten. Die Abteilung „Umwelt & Nachhaltigkeit” von LSC360 koordiniert die Studien und Genehmigungsverfahren mit den zuständigen Behörden und bringt zugleich ihre Expertise im Bereich der Kreislaufwirtschaft ein, um die Nachhaltigkeit sowie die positiven Auswirkungen jeder Projektphase zu maximieren.
„Der eigentliche Erfolg dieses Projekts basiert auf einem kooperativen Ansatz und einer gemeinsamen Vision.“
– Pierre-Marc CAPITAINE, LSC360
Synergie zwischen SECO, Géoconseils, LSC360 und BIM-Y für ein vorbildliches Kreislaufprojekt
Eine der großen Stärken des Metzeschmelz-Projekts liegt in seinem ambitionierten Ansatz im Bereich der Kreislaufwirtschaft. Der klare Fokus auf die Wiederverwendung von Materialien trägt dazu bei, die Umweltbelastung zu reduzieren und gleichzeitig den Wert der vorhandenen Ressourcen zu maximieren. Gleichzeitig bietet die BIM-Modellierung leistungsfähige Werkzeuge für die Zusammenarbeit, die ein effizientes und transparentes Management ermöglichen. Diese innovative Strategie macht Metzeschmelz zu einem Referenzprojekt für die industrielle Umwandlung.
„Die Wiederverwendung von Materialien Wirklichkeit werden lassen.“
– Camille COPPI, SECO Luxemburg
SECO Luxembourg führt eine umfassende Bestandsaufnahme der wiederverwendbaren Materialien durch und bewertet die technischen Möglichkeiten ihrer Wiederverwendung im Rahmen des Projekts. Im Sinne eines konsequenten Kreislaufwirtschaftsansatzes führt die Prüfstelle Risikoanalysen für Materialien und Ausrüstungen durch, die für eine zweite Lebensdauer vorgesehen sind, und stellt so sicher, dass sie den Anforderungen der Zehnjahres-Haftpflichtversicherer entsprechen.
„Die Wechselwirkungen zwischen Wasser und dem Standort verstehen und antizipieren.“
– Olivier WIESEMES, Géoconseils
Géoconseils, eines der Mitglieder der LSC Engineering Group, ist für das Wassermanagement während des Rückbaus verantwortlich. Angesichts des Grundwasserleiters der Alzette und der überfluteten Stollen werden detaillierte Analysen und 3D-Modellierungen durchgeführt, um die Wechselwirkungen zwischen Oberflächen- und Grundwasser zu verstehen. Dieser Ansatz ermöglicht ein optimiertes Wassermanagement während der Rückbauphase unter Berücksichtigung aller damit sämtliche verbundenen Risiken, wie z. B. Grundwasserverschmutzungen oder infrastrukturelle Instabilitäten.
Der Geschäftsbereich Bauwesen von LSC360, ehemals Simon-Christiansen & Associés, ist für die Renovierung bestehender Gebäude und das Management komplexer Industrieprojekte zuständig. Durch die Analyse des Wiederverwendungspotenzials vorhandener Materialien führen die Experten technische Machbarkeitsstudien durch, um die optimalen Rückbau- und Wiederverwendungslösungen zu ermitteln. Dieser Prozess ermöglicht die Planung nachhaltiger Projekte, bei denen jede Phase des Rückbaus als Chance genutzt wird. Das Team übernimmt auch das Baumanagement sowie die Baustellenlogistik.
BIM-Y ist für die vollständige Aktualisierung und Pflege des BIM-Modells der Baustelle verantwortlich, einem zentralen Instrument für die Optimierung des Projektmanagements. Dieses dynamische Modell ermöglicht eine präzise Nachverfolgung von Abmessungen und Materialmengen und gewährleistet zugleich eine sorgfältige Kontrolle der Abbruchmaterialien. Die BIM-Plattform bietet darüber hinaus eine effiziente Lösung zur Neuorganisation und zum Recycling der Baustellenlogistik und erleichtert so das kreislaufwirtschaftliche orientierte Ressourcenmanagement.
Als Dirigent arbeitet Agora daran, Metzeschmelz zu einem Modell für nachhaltige und innovative industrielle Transformation zu machen. Durch die aktive Einbeziehung der Bevölkerung wird ein Projekt entwickelt, das deren Werte widerspiegelt und eine ambitionierte Vision mit der konkreten Umsetzung in Einklang bringt.
„Die Wiederverwendung vorhandener Ressourcen vor Ort steht im Mittelpunkt unserer Strategie zur Sanierung von Brachflächen und ermöglicht eine nachhaltige und wirtschaftlich effiziente Stadtentwicklung.“
– Yves BIWER, Agora